Hier haben wir Informationen zum Thema Zahlungsarten für Sie aufbereitet.
Verschiedene Zahlungsarten mit Karten
Im Laufe der Zeit haben sich verschiedene Kartenarten im Markt verbreitet. Einige von Ihnen sind zum Teil wieder verschwunden andere sind gerade neu in den Handel gekommen. Ob ein System auf längere Zeit bestehen kann, hängt von der Akzeptanz der Kundschaft, Händler, Kreditinstitute und Netzbetreiber ab. Auf dem deutschen Markt gibt es zum elektronischen Zahlen an der Kasse verschiedene Verfahren die im weiteren aufgeführt sind.
Zahlungsart: electronic cash mit PIN (PIN= Personal Identification Number)
Beim electronic cash wird mit der ec- oder Maestro-Karte oder einer freigegebenen Kundenkarte einer Bank bezahlt. Die Zahlung muß durch Eingabe der persönlichen Geheimzahl (PIN) legitimiert werden. Das Händlerterminal baut über die Telefonleitung hierzu eine Verbindung zum Netzbetreiber auf, dann wird von dort bei der entsprechenden Autorisierungszentrale der Bank die PIN überprüft und der jeweilige Zahlbetrag abgefragt. Ist die Karte nicht gesperrt und der Verfügungsrahmen der Karte ausreichend wird ein OK zurück ans Terminal gemeldet. Mit dem Ergebnis "Zahlung erfolgt" ist dem Händler dann seine Zahlung bei zeitiger Einreichung garantiert.
Zahlungsart: electronic cash Chip, (auch ec-cash offline genannt)
Dieses Verfahren wurde 2000/2001 eingeführt. Damit das Verfahren genutzt werden kann müssen die Terminals der Händler technisch hierzu ausgerüstet sein und die Banken ihre Karten dafür freigeschaltet haben . Der eigentliche Vorgang an der Kasse läuft ähnlich wie beim normalen electronic cash ab. Allerdings wird hier nicht jedesmal eine Verbindung zur Bank aufgebaut sondern der Rechnungsbetrag direkt vom Kartenchip abgebucht. Erst wenn das von der Bank vordefiniertes Limit (z.B. € 600,- innerhalb einer Woche) durch Einkäufe aufgebraucht wurde wird automatisch im Hintergrund eine Verbindung zur Autorisierungszentrale aufgebaut. Die Zahlung wird als normale electronic cash Zahlung ausgeführt und das Limit im Chip bei positiver Autorisierung wieder aufgefüllt. Diese Version verbindet die Vorteile der ec-cash Zahlungsgarantie mit den entfallenden Kommunikationskosten der ChipGeldKarte.
Zahlungsart: POZ, Point of Sale ohne Zahlungsgarantie
Hier erfolgt die Legitimation mittels Unterschrift. Bei Beträgen über 30,68 EUR erfolgt eine Abfrage der Sperrdatei der Banken. Diese Abfrage prüft aber nur, ob die Karte als gesperrt, verloren, gestohlen gemeldet ist und lieferte eine entsprechende Meldung zurück. Eine Zahlungsgarantie ist hiermit nicht verbunden weil der Kunde bzw. die bezogene Bank die Lastschrift zurückgeben kann. Das POZ Verfahren wird seit Ende 2006 nicht mehr unterstützt. Systeme die noch nicht umgestellt wurden und Anfragen an die Sperrdatei stellen werden negativ beantwortet.
Zahlungsart: ELV, Elektronisches Lastschriftverfahren
Das "Elektronische Lastschrift Verfahren" wird von den Banken nicht offiziell unterstützt. Das ELV-Verfahren verzichtet komplett auf eine Prüfung der Sperrdatei der Banken. Bei größeren Handelshäusern werden zum Teil auch hausinterne Sperrdateien verwendet, hier werden alle Karten bei denen schon einmal Zahlungsprobleme aufgetreten sind gespeichert Bei diesem Verfahren wird aus dem Magnetstreifen die Bankdaten wie Bankleitzahl und die Kontonummer ausgelesen und dann eine ganz normale Lastschrift mit Einzugsermächtigung erstellt die der Kunde mit seiner Unterschrift quitieren muß. Der Händler spart bei diesem Verfahren Systemkosten bleibt aber auf dem Risiko eines Zahlungsausfall sitzen. Auch können unbemerkt gesperrte und gestohlene Karten eingesetzt werden was ein zusätzliches Risiko darstellt. Der Kunde oder die bezogene Bank hat zusätzlich die Möglichkeit die Lastschrift zurückgeben.
Zahlungsart: GeldKarte
Die Zahlung erfolgt hier aus einer vorher aufgeladenen ChipGeldKarte. Bei der elektronischen GeldBörse erfolgt die Legitimation rein über den Besitz der Karte eine PIN oder Unterschrift werden hier nicht benötigt. Das ermöglicht eine schnelle Zahlung und erleichtert den Einsatz an Automaten. Der Händler hat hier ein Entgelt zur Autorisierung der Karte zu zahlen, erhält dafür aber im Gegenzug eine Zahlungsgarantie . Nachteil für den Kunden bei einem Verlust der Karte ist der vorhandenen gespeicherte Geldbetrag verloren.
Zahlungsart: Maestro
Die Bezahlung mit Maestro funktioniert im Prinzip wie die von electronic cash, nur kommen hier ausländische ec- oder Bank-Karten zum Einsatz, die für grenzüberschreitende Zahlungen zugelassen sind und das Maestro-Logo tragen. Im Jahr 2003 wurde das Maestro-Verfahren aus dem electronic cash-Vertragswerk herausgelöst und wird seit dem im allgemeinem als eigenes Zahlungsverfahren aufgeführt. Zahlungsart: Kreditkarten Bei Kreditkarten kauft die Kreditkartenbank (der Acquirer) dem Händler seine Forderung gegenüber dem Kunden ab und behält dafür einen Teil des Umsatzbetrags (das sogenannte Disagio) als Provision ein. Die Höhe des Disagio (in der Regel zwischen 2 und 4% vom Umsatz) richtet sich nach verschiedenen Faktoren wie Umsatzhöhe, Vertragslaufzeit sowie dem genutzten Abrechnungsintervall und der Abrechnungsart. Mit einigen Ausnahmen ist erhält der Händler, mit dem Verkauf der Kundenforderung an die Kreditbank, eine Zahlungsgarantie.
Zahlungsbelege
Bei der Einführung der Technik wurden Zahlungsbelege meist auf doppeltem Bonpapier ausgedruckt. Bei dem Zahlungsvorgang wurde so in einem Vorgang direkt eine Kopie für den Kunden erstellt. Häufig waren die doppelten Bonrollen zweifarbig ausgelegt, das Deckblatt weiß und die Durchschrift in gelben Papier. Heute werden die meisten Zahlungsbelege in der Regel auf Thermopapier erstellt. Nach dem Zahlungsvorgang druckt der Thermodrucker zuerst ein Original welches je nach Zahlungsart vom Kunden unterschrieben wird, dann wird in einem zweiten Druckvorgang noch eine Kopie "Kundenbeleg" erstellt.
Begriffe aus der Branche
Thermorollen - Bonrollen - Bonpapier - Kassenrollen - Additionsrollen - - Makatel - Etiketten - Etikettenrollen - Farbbänder - Tankstellenbedarf - Apotheken - Tankstellen - Gastronomie- Einzelhandel - EC-Cashrollen - Kreditkartenrollen - Registrierkassen - Kassensysteme - Kassenrollen - Terminal - Terminalrollen
Firmen aus der Branche
act'o-soft GmbH, POS Partner GmbH, banksys NV, REA Card GmbH, DA Systeme GmbH, Scheidt & Bachmann GmbH, EL-ME AG, Thales e-Transactions GmbH, ICP Entwicklungs GmbH, Value POS GmbH, Ingenico GmbH, NCR Corporation, Atos Origin GmbH, ConCardis GmbH, B&S, Clinitek, Datacash, G&D, Hitachi, Icp Card, Omni, Printpak